EU-Lieferkettengesetz 2025: Aufatmen für die Wirtschaft und neue Chancen durch smartes Reporting

Bild von Sarah Hoffmann M.Sc.

Sarah Hoffmann M.Sc.

Expertin für Nachhaltigkeitskonzepte von Unternehmen. Leidenschaftliche Vordenkerin für nachhaltige Konzepte und Digitalisierung des Mittelstandes.

Europaflagge

Es ist eine Nachricht, auf die viele Geschäftsführer und Compliance-Verantwortliche gewartet haben: Am gestrigen Mittwoch hat das Europäische Parlament für eine praxisnahe Neuausrichtung des EU-Lieferkettengesetzes (CSDDD) gestimmt. Was in den Medien teilweise als „Abschwächung“ tituliert wird, ist für die europäische Wirtschaft – und insbesondere den deutschen Mittelstand – vor allem eines: Ein massives Signal für Bürokratieabbau und Wettbewerbsfähigkeit.

Bei esglift.com haben wir die Beschlüsse analysiert und zeigen Ihnen, warum diese Entwicklung positive Nachrichten für Ihr Unternehmen sind und wie Sie den gewonnenen Freiraum jetzt strategisch nutzen.

Die Fakten: Das ändert sich für Ihr Unternehmen

Die gestrige Abstimmung bringt Klarheit und nimmt den Druck von vielen Schultern. Die unrealistischen Hürden wurden beseitigt, stattdessen setzt die EU nun auf Machbarkeit.

Hier sind die wichtigsten Erleichterungen im Überblick:

  • Höhere Schwellenwerte: Die Sorgfaltspflichten greifen künftig erst für Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Damit fallen tausende mittelständische Unternehmen (KMU) aus der direkten, harten Regulierung heraus.
  • Fokus auf echte Risiken: Statt einer pauschalen Überwachung der gesamten Lieferkette bis ins kleinste Detail, dürfen sich Unternehmen nun auf Zulieferer konzentrieren, bei denen tatsächlich hohe Risiken vermutet werden. Das spart Zeit und Ressourcen.
  • Weniger Papierkrieg: Die Pflicht zu separaten Klimaplänen innerhalb dieses Gesetzes entfällt, was Doppelstrukturen (z.B. zur CSRD) vermeidet.

Warum ESG-Reporting jetzt erst recht zur Chance wird

Manche mögen nun denken: „Brauche ich dann überhaupt noch Nachhaltigkeitsberichte?“ Die klare Antwort lautet: Ja, mehr denn je – aber jetzt zu Ihren Bedingungen.

Die gesetzliche „Daumenschraube“ wurde gelockert. Das verwandelt die Pflicht in eine Kür, die Sie zu Ihrem Wettbewerbsvorteil nutzen können.

1. Marktpositionierung statt Strafvermeidung

Da viele Unternehmen nun nicht mehr gezwungen sind, hektisch Daten zu sammeln, können Sie sich durch freiwilliges, transparentes Reporting von der Konkurrenz abheben. Kunden und Investoren fordern weiterhin Nachhaltigkeit – wer jetzt liefert, gilt als Vorreiter, nicht als Getriebener.

2. Vorbereitung auf die „Großen“

Auch wenn Sie unter 5.000 Mitarbeiter haben: Ihre Großkunden (die unter das Gesetz fallen) werden weiterhin Daten von Ihnen anfordern. Mit einer sauberen ESG-Strategie sind Sie der bevorzugte Partner („Suplier of Choice“), weil Sie Ihren Kunden die Arbeit erleichtern.

3. Effizienz durch Digitalisierung

Die neue Regelung erlaubt einen risikobasierten Ansatz. Das ist genau der Punkt, an dem moderne Tools greifen. Statt blinder Datensammelwut können Sie gezielt dort hinschauen, wo es wichtig ist.

Fazit: Nutzen Sie den Freiraum mit esglift.com

Der 13. November 2025 markiert einen Wendepunkt: Weg von überbordender Bürokratie, hin zu unternehmerischer Verantwortung mit Augenmaß.

Die Angst vor dem „Bürokratiemonster“ ist gebannt. Nutzen Sie diese Erleichterung, um Ihr Nachhaltigkeitsmanagement nicht als lästige Pflicht, sondern als Business-Enabler aufzustellen. Ein schlanker, professioneller Nachhaltigkeitsbericht ist Ihre Visitenkarte für Banken, Investoren und Kunden.

Starten Sie jetzt durch:
Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie Sie die neuen Freiräume nutzen können. Mit esglift.com erstellen Sie Ihre Nachhaltigkeitsberichte einfach, effizient und digital – genau so, wie es der Markt heute verlangt, aber ohne den Ballast von gestern.

Banken und Finanzieret setzen auf standardisierte DAten

VSME – der kleine ESRS

In Europa wächst der Druck auf Unternehmen, transparenter über Nachhaltigkeit zu berichten. Doch nicht jede Unternehmung verfügt über die Ressourcen

Weiterlesen »
Nach oben scrollen